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Wiki Pädagogik und Potentiale (1)
von AKoenig | Sprache |Juni 3, 2007
Abstract:
Renée Fountain, Professorin an der erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Laval in Kanada, setzt sich mit dem Einsatz von Wikis auseinander. Ausdrücklich verweist die Autorin auf den experimentellen Charakter seiner Ausführungen, die sich auf den Hochschulbereich beschränken. Für Fountain ist die “Wiki pedagogy” im Werden. Klar erscheint allerdings, dass es sich bei Wikis aufgrund ihrer Grundstruktur um Werkzeuge handelt, die “demokratisierenden” Charakter haben.
Die klassischen Rollenzuweisungen - die uns aus Lehr- und Lernkontexten all zu gut bekannt sind - scheinen sich aufzulösen. Wissen wird zur gemeinschaftlichen Konstruktion (”Communal constructivism”) über regionale wie nationale und soziale Grenzen hinweg. Das Besondere sei, dass sich Wissen ohne zentrale Autorität konstituiert: “Wikis are based upon a principle of non-exclusive authority”, so Fountain.
Dabei haben Wikis einige pädagogische und didaktische Vorzüge:
- Wikis sind demokratisch.
- Die Arbeit am Wikis is hochgradig reflexiv und im wahrsten Sinne des Wortes “real time”.
- Die Wiki-Technologie ist textbasiert. Es werden intensiv Lese- und Schreibkompetenzen geschult, wobei sich der Lese- bzw. Schreibakt durch eine hohe kognitive Durchdringung auszeichnet.
- Wikis erlauben die gemeinsame Erstellung von Dokumenten in “verteilter Autorenschaft”.
- Durch die Möglichkeit anonymer Urheber erschweren Wikis die Bewertung von Texten, was Nachteile aber auch Vorteile mit sich bringt. Als vorteilhaft könnte z.B. die Aufwertung kollaborativer Produkte angesehen werden.
- Wikis fordern Verständigung, Übereinkunft und Kompromiss.
- Wikis erlauben kollaboratives Schreiben und offenes Editieren.
Fortsetzung folgt
Quelle: Wiki pedagogy via E-Learning Blog (Martin Ebener)
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