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Ein interaktives Geschichtsbuch für den Geschichtsunterricht

von AKoenig | Sprache de|November 18, 2009

Abstract:

Manchmal dauert es etwas, bis Ideen in die Tat umgesetzt werden und Geduld erweist sich als eine Tugend. Als ich mich vor einigen Jahren (2007) mit Wikis und ihren Potentialen für den Geschichtsunterricht zu beschäftigen bekann, formulierte ich anhand meiner unterrichtspraktischen Erfahrungen mit diesem Tool, eher intuitiv einen  Gedanken. Den Impuls gab mir Ward Cunningham, der Wiki-Urvater: Wikis sollen Online-Projekte von sich an verschiedenen Orten befindlichen Personen unterstützen und arbeitsteilig und gemeinschafltiche Wissensgenerierung ermöglichen. Warum, so sagte ich mir, sollte diese Idee nicht für den Geschichtsunterricht fruchtbar gemacht werden?

Die Entwicklung zum interaktiven und gemeinschaftlich erstellten Geschichtsbuch, das sich durch komplexe Hypertextstrukturen auszeichnet, erscheint nun realisierbar. (König 2007)

Gerade im kleinen Saarland, das zumindest im gymnasialen Bereich, kein eigenes Geschichtslehrwerk besitzt, erschien mir dies - um Hilbert Meyer zu zitieren - als “konkrete Utopie”. Saarländische Lehrkräfte, Studentinnen und Studenten, aber auch Schülerinnen und Schüler könnten, über ein Wiki gemeinschafltich an der Erstellung eines derartigen “digitalen” Buches arbeiten. Doch, ich sprach es bereits an, es handelte sich eben um eine Utopie, die so einfach nicht umzusetzen ist. Einige Fragen blieben offen:

WiG LogoDie erste Möglichkeit einer Realisierung “im Kleinen” tat sich auf, als ich mit Christina van Hoof über dieses Vorhaben ins Gespräch kam. Schnell kamen wir zu dem Schluss, dass ggf. die Erstellung eines derartigen Geschichtsbuchs im Rahmen einer gemeinsamen fachdidaktischen Veranstaltung angegangen werden könnte. Im letzten Sommersemester 2009 startet dann endlich unterstützt durch eine Förderung durch die Anreizorientierung “E-Learning 3.0” das Projekt. “Wikis im Geschichtsunterricht” lautete der Titel der Veranstaltung, die in Blöcken organisiert wurde. Als Zielvorstellung wurde die Erstellung eines multimedial angereicherten und mit interaktiven Komponenten versehenes Geschichtsbuch anvisiert. Die Inhalte sollten sich an den saarländischen Lehrpläne orientieren. Bemerkenswert war, dass die Mehrzahl der Teilnehmer keine Erfahrungen im Bereich der “Mediengestaltung” hatte. Es mussten also zunächst Medienkompetenzen vermittelt werden, die sich mit der Anwendung der zum Einsatz kommenden Tools beschäftigten (Wiki-Syntax, Camtasia, Snag-it, Audacity usw.), aber auch die Schwierigkeiten, welche die Lernumgebung “Hypertext” mit sich bringt bzw. die Besonderheiten der Herstellung multimedialen Content (Stichwort: “digital storytelling”) wurden thematisiert.
Gestern wurde nun im Rahmen einer  Veranstaltung unter Federführung des Zentrums von Lehrerbildung das Ergebnis vorgestellt. Was auf jeden Fall - aus sich eines der Dozenten - gesagt werden kann: Alle Beteiligte haben in dieser Veranstaltung eine Menge gelernt! Ich die Studenten erwarben neben fachdidaktischer Sach- und Reflexionskompetenz in dieser Veranstaltung in umfassenden Sinne Medienkompetenz. Sie wird ihnen ihnen nun auch in ihrer späteren Praxis zur Verfügung stehen. Die Dozenten lernten, dass derartige Veranstaltungen ein besonderes Anforderungsprofil aufweisen, da sie an der Schnittstelle von Geschichts-, Mediendidaktik und Medienpädagogik angesiedelt sind.  Von den Lehrenden wird ein Bündel an Fähigkeiten und Fertigkeiten bei der Planung und Durchführung abverlangt.
Wenn auch inhaltlich und konzeptionell an einzelene Stellen sicher nachgebessert werden müsste, handelt es sich bei vielen der von den Studentinnen und Studenten selbst hergestellten Lernobjekte, um beachtenswerte Produkte.
Wie geht es mit diesem Projekt weiter? Wie ich schon eingangs erwähnte, wohnt ihm ein utopischer Gehalt inne. Die Frage einer Fortführung ist noch offen. Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich bei Christina van Hoof bedanken. Sie führte die wichtigen Verhandlungen mit dem Rechenzentrum der UdS, die für die Realisierung absolut notwendig waren. Auch die beiden Tutoren Frau Anne-Kathrin Becker und Herr Patrick Poppe haben wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen. Ein Dank geht aber auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung: Wikis leben von den Beiträgen der “Produser”. Sie haben den leeren “Wandtafeln” leben eingehaucht. :-)

Ein interaktives Schulbuch für den Geschichtsunterricht

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Tags: E-Learning, Medienkompetenz, Methodik, Mediendidaktik, Wiki, Arbeitsmaterialien |

One Response to “Ein interaktives Geschichtsbuch für den Geschichtsunterricht”

  1. Ein wiki als interaktives Geschichtsbuch « Medien im Geschichtsunterricht Says:
    November 19th, 2009 at 15:02

    […] Wiederum der Verweis auf ein Projekt von Alexander König, das er kurz in seinem Blog vorstellt: Absolut lesenswert und spannender Ansatz. Ich bin gespannt auf die Fortführung. […]

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