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Wikis in der Hochschullehre

von AKoenig | Sprache |Mai 26, 2007

Abstract:

Martin Ebner erörtert in einem nun online publizierten sechsseitigen Artikel den Einsatz von Wikis in Lehr-/Lernarrangements.

In seinem Artikel geht er im Besonderen auf die Entwickelung von Wikipedia ein. Offensichtlich muss eine bestimmte “kritische Masse” an Einträgen bzw. Artikeln (ca. 1200) überwunden werden. Erst dann zeige die Steigerungsrate an Einträgen nicht mehr einen linearen sondern einen exponentiellen Verlauf. Martin Ebner führt aus: “Dies bedeutet, dass wenn die lineare Phase des idealistischen Schreibens auch für eine andere Personengruppe interessant wird, kommt es zu diesem unglaublichen Zuwachs.”

Für Lern- und Lernkontexte sei zu berücksichtigen, dass sich Wikipedia vor allem als eine “Community of Practise” begreife. Hier liege ein wichtiger Unterschied zu den “gleichmaßen gezwungenen Learning Communities”. Beim Einsatz des Wiki-Prinzips seien drei kritische Zonen zu berücksichtigen, deren didaktische und pädagogische Implikationen zu reflektieren seien:

  1. “Learning attitude” (= die Einstellung des Einzelnen): Die mangelnde Teilnahme an Wikis in entsprechenden Lernarrangements kannn evtl. durch die Einbettung in “erzwungene” Lernkontexte erklärt werden.
  2. “Give-and-take-culture” (= Haltung der Lernenden): Das Wiki-Prinzip fordert geradezu die Überwindung des Egozentrismus und die prinzipielle Bereitschaft des Lerners sich an der Kollaboration mit anderen zu beteiligen. Das bestehende Bildungssystem, das wesentlich auf Einzelprüfung und punktueller Leistungskontrolle basiert, steht diesem Anspruch entgegen.
  3. “User-generated-content” (= Inhalte der Teilnehmer): Das Wiki lebt von den Beiträgen der Teilnehmer. Es bedarf des Idealismus Einzelner, die Anwendung über die “kritische Zone” zu bringen und ihr so Breitenwirkung zu verschaffen.

Letztlich, so das Resümee Ebners, fehle es allerdings (noch) an ausreichenden Untersuchungen zu Web 2.0 Anwendungen in Lehr- und Lernkontexten: “Aber auf dem Weg zu u-Learning (ubiquitous Learning) scheint dies reizvoll, da sich ungeahnte Möglichekiten durch die elektronische Unterstützung ergeben.”

Quelle: e-Learning Blog (Martin Ebner)

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Tags: Web 2.0 |

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